Winter im Oberen Rodachtal


Fotos: ©Luisa Mähringer

Unsere Region ist geprägt von Wald und Wasser, von einer herrlichen Landschaft, die nach draußen einlädt. Von gastfreundlichen, offenen Menschen, die es verstehen, zu feiern und zu genießen. Und von einer einzigartigen Kultur, die alte Traditionen wie die Flößerei oder das Klöppeln hegt und pflegt und lebendig erhält.
Das ist auch im Winter nicht viel anders und auch dann lohnt sich ein Besuch – vielleicht ja gerade dann?!
Früher waren die Winter rau, mit viel Eis und Schnee zwischen November und April. Inzwischen ist auch hier das Klima milder. Irgendwann ist es aber jedes Jahr soweit und es wird richtig Winter. Mit Glitzerschnee und Winterwunderland, weiten weißen Landschaften und tief verschneiten Wäldern. Dann gibt’s gespurte Loipen, der Liftbetrieb läuft, die Hänge laden zum Rodeln ein. Geführte Schneeschuhwanderungen (selbstredend, dass Sie die hochwertigen Schneeschuhe in unserem Best of Wandern-Testcenter kostenlos ausleihen können!), geführte Winter- oder Fackelwanderungen und romantische Pferdeschlittenfahrten stehen dann auf dem Programm.
Was aber, wenn kein Schnee liegt? Auch dann lohnt sich ein Besuch im Oberen Rodachtal!
Wandern geht immer, gerne auch geführt oder auf eigene Faust in der Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ mit den hervorragend markierten Wegen. Warm eingepackt geht es nach draußen, die Bewegung an der frischen Luft tut gut und macht den Kopf frei. Sie spüren richtig, wie Sie den Alltagsstress hinter sich lassen und tief und entspannt die Anstrengung genießen können. Mit roten Bäckchen und hungrigem Magen kehren Sie ein und stärken sich für den Rest des Tages, den Sie im warmen Erlebnisbad ausklingen lassen können. Das Obere Rodachtal ist genau der richtige Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Probieren Sie es aus!
Ein ganz besonderer Tipp für die Wintermonate im Oberen Rodachtal sind die „Gstopftn Rumm” in Wallenfels. Früher lebten im Tal der Wilden Rodach hart arbeitende Flößer, Holzmacher und Weber. Es waren arme Leute, die sich zu einem Großteil von dem ernähren mussten, was ihre kleinen Gärten hergaben. Allerdings sind die Böden der Region karg, nur robustes Gemüse gedeiht hier. So entstanden die Gstopftn Rumm als haltbare Variante einer Mischung aus Erdkohlrabi, Karotten, Wirsing, Kraut und Lauch. Im Herbst werden die Zutaten zerkleinert und in Holztrögen „gestopft“, also gehackt. Anschließend muss die Mischung eingesalzen für etwa 4 bis 5 Wochen ruhen; in dieser Zeit setzt die Gärung ein. Fertig sind die Gstopftn Rumm ab Dezember und damit genau zur rechten Zeit, denn gerade beim Schmaus an den Festtagen sind sie nicht wegzudenken.
In der Wallenfelser Gastronomie gibt es die Gstopftn Rumm heute nicht nur klassisch, sondern auch in moderneren Interpretationen. Sie sind vom ersten Advent bis Ostern jeden Sonntag auf den Speisekarten von „Egersmühle“ und „Gasthof Roseneck“ und haben Wallenfels zur Auszeichnung „Genussort“ verholfen. Worauf warten Sie noch?

 

Foto:  ©Luisa Mähringer
Foto:  ©Luisa Mähringer