Unterwegs auf der GeoRadroute Ruhr-Eder

1. Okt. 26


Bewusster Fahrradgenuss auf alten Bahntrassen zwischen Sauerland und Waldecker Land

Foto: GeoRadroute Ruhr-Eder / Jonas Dülberg

Mit dem Rad unterwegs sein, die Landschaft im eigenen Rhythmus erleben und Neues entdecken: Die GeoRadroute Ruhr-Eder verbindet Naturgenuss und sanfte sportliche Aktivität mit Einblicken in die Geschichte der Region. Besonders angenehm ist die Fahrt mit dem E-Bike, denn große Teile der „Erlebnisroute zwischen Wasser und Erde“ verlaufen auf ehemaligen Bahntrassen.

Als 210 Kilometer langer Rundweg verbindet die GeoRadroute das Sauerland in Nordrhein-Westfalen mit dem Waldecker Land in Hessen. Dabei führt sie vollständig durch den Geopark Grenzwelten. Wer hier unterwegs ist, radelt im wahrsten Sinne durch die Erdgeschichte. Zahlreiche Stationen machen die geologischen Besonderheiten beider Regionen anschaulich erlebbar. Sie laden dazu ein, das Fahrrad abzustellen, genauer hinzuschauen und Wissenswertes über die über Millionen Jahre gewachsene Landschaft zu erfahren.

Foto: GeoRadroute Ruhr-Eder / Jonas Dülberg

Flexibilität bei der Planung bietet die Querung zwischen Hallenberg und Medebach. Über diese Verbindung lässt sich die Strecke abkürzen oder in Form einer „8“ fahren. So kann die Tour passend zum eigenen Tempo, zur verfügbaren Zeit und zur persönlichen Kondition gestaltet werden.

Rund 40 Kilometer führen über stillgelegte Bahntrassen. Auf den ebenen Passagen lässt es sich entspannt rollen, während es in der Mittelgebirgslandschaft zwischendurch moderat bergauf geht. Als Symbol begleitet der „Korbacher Dackel“ die Tour. Dahinter verbirgt sich ein säugetierähnliches Reptil, das vor rund 250 Millionen Jahren hier lebte und dessen Fossilien in der Korbacher Spalte entdeckt wurden.

Historische Altstädte, Fachwerkdörfer und abwechslungsreiche Landschaften prägen die Route. Sie führt durch weite Felder und Wiesen, vorbei an dichten Wäldern und zu eindrucksvollen Ausblicken. Ein Höhepunkt ist der Edersee, flächenmäßig der zweitgrößte Stausee Deutschlands. Ein Abstecher zur imposanten Staumauer lohnt sich ebenso wie ein Besuch im Wildtierpark oder eine Bootsfahrt. So lässt sich die facettenreiche Umgebung aus einer neuen Perspektive entdecken.

Foto: GeoRadroute Ruhr-Eder / Jonas Dülberg