Museum am Dom


Fotos: Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeier

Mitten in Würzburgs pulsierendem Zentrum empfängt das Museum am Dom (MAD) seine Besucher und verspricht erstaunlichen Kunstgenuss sowie anregende, lebensnahe Impulse. Im März 2003 als Kunstmuseum der Diözese Würzburg eröffnet, bildet es den Höhepunkt in einer Folge mehrerer Museen unterschiedlichster Prägung in diözesaner Trägerschaft, dem Kartäusermuseum Tückelhausen, dem Museum Kartause Astheim, dem Domschatz Würzburg und dem Museum Karlburg – Frühes Christentum in Franken.
Vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart spannt sich der Bogen an inspirierenden Kunstwerken von Künstlern wie Bacon, Beuys, Nitsch, Jawlenski, Kollwitz, Riemenschneider, Heisig, Mattheuer, Tübke oder Triegel. Im Neben- und Miteinander von Alt und Neu entwickelt sich ein inspirierendes Zusammenspiel von vermeintlich wesensfremden Kunstwerken. Außergewöhnliche Konfrontationen provozieren ungeahnte Sichtweisen, schenken neuartige Erkenntnisse. Der betont sinnenhafte Zugang spricht alle Generationen an und lässt das Museum zum mitreißenden und vergnüglichen Erlebnis werden – für Herz, Geist und Verstand. Dabei ist es ganz nah am Menschen und am Leben mit all seinen Gegebenheiten. So kommt das Museum beim Menschen an, empfiehlt sich als attraktiver Begleiter, ein Leben lang – leicht zugänglich, barrierefrei. Mit derzeit zwei Wechselausstellungen pro Jahr sucht das MAD den kreativen Austausch. Im konzeptionellen Wechsel von historischer und zeitgenössischer Kunst, will es helfen, die Ausbildung kultureller Kompetenz im Spannungsfeld von historischem Bewusstsein und lebensnaher Aktualität zu fördern.  


Erstmals widmet sich eine Ausstellung den kirchlichen Silberfiguren im Bereich der Diözese Würzburg und lenkt den Blick damit auf eine faszinierende Gruppe bedeutender Kunstwerke. Seit alter Zeit wird das kostbare Material Silber dazu verwendet, die Heiligen durch Bilder zu ehren und ihre Reliquien zu zieren. Silberne Reliquienbüsten schmücken an den Festtagen die Altäre, und silberne Figuren der Muttergottes und der Heiligen werden von Bruderschaften in den Prozessionen mitgetragen. Die Strahlkraft der Silberfiguren verweist dabei auf jenseitige, immaterielle Werte. Viele der aufwendigen Figuren, die frommer Sinn und Sorge um das Seelenheil geschaffen hatten, wurden in Kriegen und Notzeiten wieder zerstört. Vor allem Augsburger Meister fertigten die Silberfiguren der Barockzeit, in der die Begeisterung für figürliches Silber ihren Höhepunkt erlebte. Aus dieser Epoche stammen viele der gezeigten Leihgaben, die von fränkischen Kirchengemeinden und von Bruderschaften als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden.

Die Ausstellung wird Voraussetzungen und Zusammenhänge beleuchten, denen die silbernen Figuren ihre Entstehung verdankten. Gezeigt werden dabei die Wege vom Wunsch bis zur Lieferung einer Silberfigur und die an diesem Prozess beteiligten Personen, zu denen Künstler wie der Bildhauer Tilman Riemenschneider und der Maler Oswald Onghers gehörten, die Vorlagen für Silberschmiede schufen. Einführungen in die Handwerkskunst des Silberschmieds und in die Restaurierung von Silberplastiken ergänzen das Wissen um diese Kunstwerke. Den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung bietet sich so die einzigartige Gelegenheit, an einem Ort versammelt diesen kostbaren Zeugnissen zu begegnen und an ihnen Kunst als Ausdruck gelebter Frömmigkeit zu erfahren.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Schließzeiten um Weihnachten:
24. / 25. / 31. Dezember 2018
1. Januar 2019

Eintrittspreise
Regulär: 4 Euro
Ermäßigt: 3 Euro
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahre: freier Eintritt
Familienkarte 2 Erw. + Kind(er): 6 Euro
Familienkarte 1 Erw. + Kind(er): 3 Euro

Öffentliche Führungen
Eintritt zzgl. 2 Euro p. P.

Gruppenführungen
60 Euro zzgl. 3 Euro Eintritt p. P.

Familienführung (Kinder ab 6 Jahren + Eltern)
Familienkarte zzgl. 1 Euro p. P.
Teilnehmerzahl max. 35 Pers.

Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie
Fotos:  Kunstreferat der Diözese Würzburg ©Elisabetta Lecchi, Thomas Obermeie