MEIN KAMERAD – DIE DIVA


Quelle: Schwules Museum, Sammlung Sternweiler
Gruppe mit Frauendarsteller und Babypuppe,
Postkarte, Beschriftung: „aufgenommen am
8. April 1917. Andenken an Ostern 1917 in
Bourgougne bei Reims“

Theater an der Front und in den Gefangenenlagern des Ersten Weltkrieges
Ausstellung vom 8. November 2018 bis 31. März 2019, täglich außer Montag 10.00 bis 18.00 Uhr 
Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Die Meininger Museen erinnern an dieses epochale Ereignis mit einem Ausstellungsthema, das so außergewöhnlich wie spannungsgeladen ist. Das Zusammendenken der Begriffe Krieg und Theater fällt schwer. Und doch ist das im Ersten Weltkrieg ein beinahe tagtäglicher Vorgang gewesen – in den Schützengräben, in unmittelbarer Frontnähe, in den Theatern der besetzten Städte und in den Kriegsgefangenenlagern. 
Im Zentrum der von Anke Vetter kuratierten Ausstellung – eine Übernahme aus dem Schwulen Museum Berlin – stehen die Damendarsteller dieser Theater. Vor dem Hintergrund der Schrecken des Krieges werden das vielschichtige Phänomen der Grenzverschiebung von Geschlechteridentitäten, das Cross-Dressing sowie Spielarten der Travestie und deren innermilitärische und gesellschaftlicheWahrnehmung beleuchtet.
In Meiningen wird die Exposition durch regionale Sachzeugen erweitert. Von einem 14-tägigen Frontgastspiel des Herzoglichen Hoftheaters Meiningen im Jahr 1918 zeugen seltene Fotos und Theaterzettel. Dokumente aus den Thüringer Lagern in Bad Colberg, Langensalza, Erfurt und Ohrdruf belegen, dass auch hier Kriegsgefangene Theater gespielt haben. In Erfurt gab es zumindest einige musikalische Veranstaltungen.

Weitere Informationen und Buchungen unter: 
Meininger Museen
Schloss Elisabethenburg
Schlossplatz 1
98617 Meiningen
Fon (03693) 503641
E-Mail kontakt [at] meiningermuseen.de
www.meiningermuseen.de