Tatort Hausverkauf


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Tatort Hausverkauf

Der Immobilienmarkt floriert. Durch die Zinspolitik erfährt er eine Blütezeit, deren Ende auch in Zukunft nicht absehbar ist. Haben sich früher auf ein Angebot zwei bis drei Interessenten gemeldet, so können Sie heute mit dem zehn- bis hundertfachem rechnen. Das Internet macht es auch Privatleuten leicht, ihre Immobilie einer breiten Öffentlichkeit attraktiv zu präsentieren. Aber – birgt das nicht auch Gefahren? Um potenziellen Käufern ein möglichst umfassendes und positives Bild ihrer Immobilie zu vermitteln fügen manche Anbieter Lage- und sogar Grundrisspläne sowie Fotos mit Außenansichten und von Räumlichkeiten bei. Möchten Sie eigentlich, dass jeder weiß, wie es in Ihrem Schlafzimmer aussieht?
Sind Sie sich bei der zu erwartenden Interessentenflut dann sicher, wer da alles durch Ihr Haus spazieren will, beziehungsweise wissen Sie nach 20 bis 30 Terminen noch, wer alles in Ihrem Haus war?
Für „Scheininteressenten“ mit kriminellen Absichten kann Ihre Anzeige oder auch das Schild auf Ihrem Grundstück „Zu verkaufen“ eine Einladung sein, Ihr Heim auszuspionieren. Der potentielle Räuber kann sich in aller Ruhe über eventuelle Bewegungsmelder, mechanische Sicherungen oder den Standort eines Safes und weitere wertvolle Gegenstände informieren. Lassen Sie sich auf jeden Fall Personalausweise zeigen, noch besser, holen Sie sich zusätzlich eine Schufa-Auskunft über die Person ein.
Wirkliche Sicherheit ist Ihnen garantiert, wenn Sie den Verkauf Ihres wertvollen Besitzes in die Hände eines Maklers Ihres Vertrauens geben. War es in früheren Zeiten die Hauptaufgabe eines Maklers potentielle Käufer zu finden, so heißt diese heute: „Wer aus der Interessentenfülle passt zu diesem Objekt“.
Nach dem Geldwäschegesetz sind Immobiliendienstleister verpflichtet, die Identität ihrer Kunden festzustellen und genau zu überprüfen. Dies spätestens vor der ersten Besichtigung eines Objektes. Die so gewonnenen Daten müssen mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden. Die Einhaltung dieser Bestimmungen wird seitens der zuständigen Behörde regelmäßig überprüft.
Ist es da nicht sinnvoll sich selbst solch lästige Recherchen zu ersparen sich einfach zurück zu lehnen und den erfolgreichen Verkauf Ihrer Immobilie in professionelle Hände zu geben?
         
Redaktion: HJH/ Quelle: Claus Nork, Immobilienfachmann, Mitglied im IVD

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