Schluss mit dem Hormonchaos


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Experten erklären, was Frauen wissen sollten 
Um die 50 haben viele Frauen das Gefühl, dass ihr Körper sie im Stich lässt: Die Temperaturregulation funktioniert nicht mehr richtig, und Hitzewallungen treiben ihnen bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit den Schweiß aus den Poren. Die Stimmung fährt Achterbahn und nachts ist trotz bleierner Müdigkeit nicht an Schlaf zu denken. Als Folge sinkt die Leistungsfähigkeit. Sex macht keinen Spaß mehr, weil die Lust ausbleibt. Und auch äußerliche Veränderungen schlagen aufs Gemüt: Trockene Haut, Fältchen, dünner werdende Haare und unerwünschte Pfunde wecken Zweifel an der eigenen Attraktivität und sind für die Betroffenen oft ein großes emotionales Problem. 

Hormonmangel kann gut behandelt werden
Die Ursache für diese leidigen Beschwerden ist bekannt – und im Grunde ganz natürlich: Der Rückgang der Hormonproduktion in den Wechseljahren. Der entstehende Mangel an Östrogen und Progesteron führt bei vielen Frauen zu Anpassungsschwierigkeiten und bei etwa jeder Dritten zu einem starken Leidensdruck. Die einzige ursächlich wirkende Behandlung ist dann eine Hormonersatztherapie (HRT). Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Man weiß heute mehr über Hormone und ihre Wirkung, den optimalen Zeitpunkt einer Therapie und flexible Dosierungsmöglichkeiten. So hat sich gezeigt, dass eine frühzeitig begonnene HRT – das heißt möglichst kurz nach der letzten Monatsblutung bzw. vor dem 60. Lebensjahr – neben der Besserung der Beschwerden auch das Risiko für verschiedene Alterserkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt oder Osteoporose senken kann. Demgegenüber sind die Risiken dank moderner Darreichungsformen stark minimiert worden, sodass inzwischen auch Risikopatientinnen behandelt werden können, die bisher keine Hormone einnehmen durften. Informationen dazu gibt es auch unter www.hormontherapie-wechseljahre.de. Östrogen etwa wird heute bevorzugt über die Haut verabreicht, am besten mit einem Dosiergel. Diese transdermale Gabe entlastet die Leber, Magen und Darm und erhöht das Thromboserisiko nicht. Zudem ist damit eine individuelle Dosisanpassung möglich, sodass die niedrigste wirksame Menge verabreicht werden kann.

Die eigene Gesundheit fördern
Frauen können aber auch selbst viel tun, um die Hormonkrise in der Lebensmitte mit möglichst wenig Beschwerden zu überstehen: Regelmäßiger Sport kann die Temperaturregulation verbessern, bewusste Ernährung verhindert eine Gewichtszunahme, eine gute Vitamin-D-Versorgung beugt Knochenschwund vor und eine reichhaltige Pflege stärkt Haut und Haare. Was Frauen über eine HRT wissen sollten, wann diese infrage kommt, wer keine Hormone erhalten darf und welche Alternativen es dann gibt, erklären renommierte Experten den Anruferinnen ganz persönlich am Telefon.

Redaktion: djd