Jung und immer überraschend


Foto: djd/Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/G. Werner

Weimar ist auch wegen der quicklebendigen Hochschule für Musik eine Reise wert
Weimar zählt nur etwa 65.000 Einwohner – hat aber für die Kultur und Geschichte Deutschlands eine überragende Bedeutung. In der thüringischen Stadt lebten nicht nur Goethe und Schiller, sondern auch die beiden Musikgenies Bach und Liszt und viele andere bekannte Künstler. Zu Ruhm kam Weimar auch als Ausgangspunkt der avantgardistischen Bauhaus-Architektur und nicht zuletzt als Gründungsort und Synonym der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Sehenswert ist die fast vollständig erhaltene und schön restau-
rierte Altstadt, besonders beliebt bei Weimar-Besuchern sind das Goethe-Haus am Frauenplan, das Wohnhaus Schillers in der Schillerstraße, das Bauhaus-Museum, der berühmte Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und das Goethe-Gartenhaus an der Ilm.

International ausgerichtete Hochschule
Weimar ist aber nicht nur die Stadt der Klassiker, es ist vor allem auch jung und überraschend. Das liegt insbesondere an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar (HfM). Sie ist eine von nur 24 deutschen Musikhochschulen und die einzige im Bundesland Thüringen. Die Idee zur Gründung einer Musikhochschule hatte der große Pianist, Komponist und Pädagoge Franz Liszt erstmals 1835. Im Jahr 1872 wurde der Traum unter Federführung eines Liszt-Schülers zunächst als Orchesterschule Wirklichkeit. Seit 1956 trägt die HfM den Namen ihres Initiators Franz Liszt. Heute ist sie eine lebendige, international ausgerichtete Hochschule mit rund 850 Studierenden aus etwa 50 Ländern. Sie bietet ein breites Fächerspektrum von Alter Musik über Jazz und Neue Musik bis hin zur Musikwissenschaft an. In Weimar ist das bedeutendste musikwissenschaftliche Institut Deutschlands angesiedelt – der Lehrstuhl "Transcultural Music Studies" darf stolz den Titel eines Unesco-Lehrstuhls tragen.

Redaktion: djd


Foto: djd/Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/G. Werner

Die Konzerthöhepunkte des Jahres 2018
Die HfM zieht übrigens nicht nur Studierende aus aller Welt an, sondern auch international renommierte Musiker und Musikerinnen: So leiten regelmäßig namhafte Dirigenten wie etwa Christian Thielemann oder Marek Janowski das Hochschulorchester, die Liste der Gastprofessoren zu den Meisterkursen liest sich wie das Who is Who der Musikszene. Wichtiger Teil der Ausbildung sind die Aufführungen, jährlich werden etwa 300 Konzerte veranstaltet. Zu den Höhepunkten 2018 zählen die Sinfoniekonzerte in der Weimarhalle, die Weimarer Meisterkurse vom 14. bis zum 28. Juli und der "Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar - Bayreuth" vom 30. Oktober bis zum 10. November. Alle Informationen gibt es unter www.hfm-weimar.de.

Vormerken kann man sich schon einmal den Internationalen Louis Spohr Wettbewerb für Junge Geiger in 2019.

Das Fürstenhaus am Platz der Demokratie in Weimar ist ein ehemaliges Residenz-, Parlaments- und Regierungsgebäude und beherbergt heute die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. - Foto: djd/Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/A. Clemens
Foto: djd/Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/G. Werner
Die Sinfoniekonzerte in der Weimarhalle zählen zu den Höhepunkten der Konzertsaison in Weimar. - Foto: djd/Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/M. Schuck