Das Villnösser Tal


Fotos: ©Tourismus Villnösser Tal

Nachhaltigkeit und Rücksicht auf die Natur sind in einem so einzigartigen Ambiente wie dem Villnösser Tal im Herzen des UNESCO-Welterbes Dolomiten erstes Gebot. Villnöss ist deshalb auch völlig energie-autark und außerdem eine der 25 Alpine Pearls des Alpenraums, Garanten für sanft-mobiles Ferienvergnügen. Für Reinhold Messner gibt es kaum eine schönere Dolomitengruppe als die Villnösser Geisler im Naturpark Puez – Geisler, deren höchster Gipfel 3.025 m erreicht. Recht hat er, auch wenn er etwas Voreingenommenheit nicht abstreiten kann: Er ist in St. Peter Villnöss aufgewachsen und besitzt heute noch eine Hütte auf der Gschnagenhard-Alm.

Das Villnösser Brillenschaf
Bis vor zehn Jahren gab es in der Heimat des Extrem-Bergsteigers Reinhold Messner, der auf den Geisler-Spitzen das Klettern erlernt hat, nur noch wenige Exemplare dieses Schafs, das wegen seiner feinen Wolle und seines schmackhaften Fleischs wegen schon seit Jahrhunderten in Villnöss gezüchtet wurde. Einige Bauern nahmen die Zucht dieser Rasse nun wieder auf und heute sind die Produkte des Brillenschafs mit dem Slow-Food-Label ausgezeichnet. Nebenbei: die Schafhaltung ermöglicht wieder die Bewirtschaftung steiler Berghänge.

Genussalmen im Villnösstal
Auf den Villnösser Genussalmen kann man die ganze Vielfalt bäuerlicher Küche probieren. Nach jedem Gang idealerweise eine kleine Wanderung einlegen! An einem Sommertag ist die Kaserillalm der Himmel auf Erden. Was am Panorama mit den Geislerspitzen liegt, an den tollen Holzliegen in Wellenform, vor allem aber am Käse! Und weil Thomas Mantinger mit Leidenschaft der Herr der Milchprodukte von Kaserill ist. Darum bleibt immer eine Minute, den Schatz im Keller, Bergkäse in allen Variationen, zu zeigen. 

Mit den Geislerspitzen auf Tuchfühlung: Die Gschnagenhardt-Alm ist spezialisiert auf deftige Buchweizen-
gerichte. Dass auf der Alm alles Käse ist, wäre maßlos untertrieben: Selbst gemachter Joghurt und Speck, Kuchen und fluffigster Kaiserschmarrn gehören ebenso zum Repertoire. "Aber Käse ist halt unsere Spezialität", sagt Thomas stolz und nennt dabei den wichtigsten Begriff beim Almgenussweg, der im Villnösstal die köstliche Verbindung schafft zwischen zehn Almen und Berggasthöfen. Jeder und jede mit ihrer eigenen Spezialität. 
Auf der Gschnagenhardt-Alm, wo Reinhold Messner als Kind die Sommer verbrachte, lohnen allein schon die traditionell zubereiteten, leckeren Knödelgerichte den Aufstieg.Das Tris aus Spinat, Speck und Brennnessel-Knödel beispielsweise, sensationell! Auf der Geisleralm kann man regionale Spezialitäten vom "Grauen Geislerrind" oder dem Villnösser Brillenschaf verkosten. 
Gerhard Runggatscher, Chef und Chef de Cuisine, hat sich längst einen exzellenten Ruf erarbeitet, der weit über das Villnösstal hinausreicht. Und auch beim Ambiente setzt Runggatscher Alm-Maßstäbe. Wirklich originell sind beispielsweise die Außentische, deren holzgerahmte Glasoberflächen die Minigärten aus Bergblumen darunter bewundern lassen. Und wer will, nimmt den Digestif draußen im Geislerkino ein. Der Film ist hier die Bergnatur: Sonnenuntergang auf den Geislerwänden! 

Foto: ©Tourismus Villnösser Tal
Foto: ©Tourismus Villnösser Tal
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